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[Rezension] "Wolf Moon River" - eine spannende Grundidee

Wolf Moon River (Rainer M. Schröder) Erschienen: September 2016 Seitenzahl: 380 Verlag: Cbt Verlag Softcover: 16,99 € ISBN: 9783570172391 Der Autor Der Autor Rainer M. Schröder wurde 1951 in Rostock geboren. Er ist einer der profiliertesten deutschsprachigen Jugendbuchautoren. Mit seinen bis ins kleinste Detail exakt recherchierten und spannend erzählten historischen Jugendromanen begeistert er seit mehr als zehn Jahren seine Leserschaft. Nachdem er viele Jahre ein wahres Nomadenleben mit zahlreichen Abenteuerreisen in alle Erdteile geführt hat, lebt er heute mit seiner Frau an der Atlantikküste von Florida. Woolf Moon River Patrick muss seine Mutter zu deren neuen Lover und seiner Tochter begleiten. Darauf hat er null Bock. Der Trip in die kanadische Wildnis und seiner Tochter Olivia konnte ja nur ein Horrortrip werden. Doch wie nah er der Hölle wirklich kommen würde, das hatte er nicht ahnen können. Denn ihr Flugzeug stürzt mitten in der Wüste ab, der Pilot ist tot und seine Mutter schwer verletzt. Nun bleibt dem Sechzehnjährigen nichts anderes übrig, als sich mit der verhassten Olivia auf die Suche nach Rettung zu machen. Die beiden Teenager schlagen sich quer durch die Wildnis und treffen kurz vor dem Aufgaben auf den mysteriösen Jack, der ihnen etwas von Leichen und Mördern, die ihn verfolgen erzählt. Beide können ihn nicht wirklich einschätzen, doch als sie erkennen, mit wem sie es zu tun haben, ist es schon fast zu spät. Fazit Ein interessanter Jugendroman, der wirklich spannend begonnen hatte. Nachdem ich mich eingelesen und die Protagonisten ein wenig näher kennengelernt hatte, gefiel mir der Roman richtig gut. Die Handlung lief spannend dahin und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Leider verrät der Klappentext schon ziemlich viel, weshalb eigentlich klar war, wohin die „Reise“ geht. Schade fand ich, dass Patrick und Olivia erst kurz vor dem Ende auf Jack stoßen, sodass der wirkliche Showdown erst wenige Seiten vor Schluss beginnt. Das hat zur Folge, dass der Leser die beiden Protagonisten auf ihrem Trip durch die Wildnis begleitet und bis zum Ende auf das Zusammentreffen wartet. Diese Szenen erstrecken sich dann jedoch nur auf wenige Seiten, was mich leider ein wenig enttäuschte. Der Schreib- und Erzählstil des Buches war von Beginn an spannend. Was mir jedoch ebenfalls von Beginn an etwas sauer aufstieß, war der Sprachstil des Protagonisten Patrick. Er sollte wohl machohaft und oberflächlich wirken, kam aber mit langweiligen und vor allem mittlerweile ausgekauten Plattitüden, die mir schnell auf die Nerven gingen. Spruch reihte sich an Spruch, was mir persönlich absolut nicht gefiel und auch das machohafte nicht wirklich unterstrich. Auch, dass Patrick, nachdem er sich die ganze Zeit mit Olivia angezickt hat, plötzlich einsieht, dass er ein Idiot ist und auf die Hilfe des Mädchens angewiesen ist, fand ich zu schnell und plötzlich. Alles in allem konnte mich das Buch in gewisser Weise überzeugen, allerdings hatte es für mich viel mehr Potenzial, als es letztlich ausgenutzt hat.