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LieLu

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So kalt wie Eis, so klar wie Glas (Oliver Schlick)

Ueberreuter Verlag

 

Der Autor

 

Oliver Schlick wurde 1964 in Neuwied/Rhein geboren. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Sozialarbeit an der FH Düsseldorf. Im Jahr 2006 hat er mit dem Schreiben begonnen. Salamandersommer ist sein erster Roman. Oliver Schlick lebt in Düsseldorf, und wenn er nicht schreibt, verbringt er die Zeit mit dem Sammeln von Schneekugeln und Blechspielzeug sowie dem exzessiven Hören von „The Cure“.

 

So kalt wie Eis, so klar wie Glas

 

Als Coras Mutter plötzlich stirbt, bricht für die junge Frau eine Welt zusammen. Als dann auch noch ihr tot geglaubter Großvater zusammen mit einer seltsamen Frau, Elsa, bei ihr zuhause auftaucht, versteht sie gar nichts mehr. Es hatte damals einen Streit gegeben, weshalb Coras Mutter ihr Großvater Jacob immer verschwiegen hatte. Nun steht Cora vor der Wahl und entscheidet sich zur Freundin ihres Opas, Elsa, zu ziehen. Die beiden freunden sich schnell an und es ist ein angenehmes Zusammenleben. Dann findet Cora heraus, dass ihr Großvater nicht irgendwer ist, er ist einer der erfolgreichsten Schneekugelbauer, aus der Dorneyser Dynastie. Doch diese Familienreihe birgt ein dunkles Geheimnis, welches nun an die Oberfläche zu kommen scheint. Denn wer ist der geheimnisvolle Fremde, der Jacob ständig zu besuchen scheint? Und was hat es mit den seltsamen Gerüchten um die Dorneyser Kugel auf sich?

 

Fazit

 

Ein unglaublich fesselnder Roman des Autors Oliver Schlick, welcher mich von der ersten Seite an fesseln konnte. Cora ist eine zu Beginn bemitleidenswerte Protagonistin, die mit dem Tod ihrer geliebten Mutter klarkommen muss. Doch nachdem ihr Großvater auftaucht, nimmt Coras Leben und auch die Geschichte eine schlagartige Wende. Der Leser wird entführt in die märchenhaft verzauberte Winter-Wunder-Welt des kleinen Dorfes Rockenfeld. Dieses Dorf ist die Heimat der Schneekugelmacher und Coras Großvater ist bei Weitem nicht der einzige. Cora lebt sich schnell ein, was sie auch Moritz zu verdanken hat, der ihr im neuen Internat ein guter Freund ist.

 

Der Schreib- und Erzählstil des Autors ist angenehm und man findet schnell in die Geschichte hinein. Schade finde ich, dass einige Dinge doch ein wenig vorhersehbar waren. Gerade am Ende war ich dadurch ein wenig enttäuscht. Da sich dies jedoch erst auf den letzten Seiten klärt, tat es dem Lesegenuss keinen Abbruch. Ich fand den Roman in seiner Gänze spannend und es gab kaum einen Moment, in dem ich nicht wissen wollte, wie es weitergeht. Besonders gut gelungen fand ich die Idee der Schneekugeln und die wunderbaren Beschreibungen dieser. Auch die verschneite Winterlandschaft von Rockenfeld ist wirklich schön beschrieben.

 

Gerade zur aktuellen Jahreszeit und zu den kommenden Wintermonate passt dieser Roman wirklich gut. Alles in allem eine wunderbare Geschichte über Liebe, Familie, Freundschaft und Vertrauen, welche mir sehr gut gefallen hat. Ich würde sehr gern auch in Zukunft mehr von dem Autor lesen, den ich vor diesem Roman noch nicht kannte.

 

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Quelle: http://immer-mit-buch.blogspot.de/2015/11/so-kalt-wie-eis-so-klar-wie-glas.html#more