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LieLu

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Das Schweigen der Hyazinthen (Lauren Frankel)

INK Egmont Verlag

 

Die Autorin

 

Lauren Frankel ist in Stratford, Connecticut, aufgewachsen. Sie studierte Englisch und machte ihren Abschluss 2005 an der University of East Anglia. Gemeinsam mit ihrem Mann lebt sie heute in Großbritannien. Der Roman „Das Schweigen der Hyanzinthen“ ist ihr Debüt.

 

Das Schweigen der Hyazinthen

 

„Kennen Sie Ihr Kind wirklich?“ Mit diesem Spruch will Rebecca darauf aufmerksam machen, dass Eltern ganz genau hinschauen sollten, ob sie ihr Kind wirklich kennen. Sie ist sich bei ihrer Pflegetochter Callie nicht mehr so sicher. Callie soll in der Schule eine Mitschülerin gemobbt und sie mit Farbe bespritzt haben. Sie selbst bestreitet das vehement und auch die anderen Schüler streiten ab, dass Callie etwas damit zu tun hat. Auch die grausamen Mobbingangriffe, welche Callie auf das andere Mädchen verübt haben soll, streitet sie ab. In den folgenden Tagen beobachtet Rebecca ihre Pflegetochter ganz genau und ist sich plötzlich gar nicht mehr so sicher, ihre Tochter wirklich zu kennen…

 

Fazit

 

Ein ebenso spannender wie ergreifender Roman über einen Fall von Mobbing und Cybermobbing an einer Schule. Ein junges Mädchen, Robyn, steht im Mittelpunkt des Geschehens. Sie soll Callie mit Farbe bespritzt und gemobbt haben. So sehr, dass diese letztlich keinen Ausweg mehr sah. Als Rebecca einen Anruf von der Schuldirektorin bekommt, kann sie nicht glauben, dass ihre Callie etwas damit zu tun haben soll. Sie könnte doch keiner Fliege etwas zu leider tun und ist bei allen beliebt. Callie ist ein junges Mädchen, welches zusammen mit Ella und Dallas eine Mädchenclique bildet. Ella und Dallas sind eher oberflächlich und lassen keine Chance aus, Robyn eins auszuwischen. Doch gehört Callie wirklich zu diesen Mädchen?

 

Der Schreib- und Erzählstil ist packend und fesselnd, sodass der Leser wissen möchte, wie es weitergeht. Der Erzähler berichtet aus Sicht von Callies Pflegemutter Rebecca, für welche alles mit dem Anruf der Schuldirektorin beginnt. Sie kann nicht glauben, dass ihre Callie so etwas getan haben soll und glaubt den anderen Schüler. Nur die Direktorin selbst scheint dem nicht glauben zu wollen. Mitten im Buch findet ein Umbruch statt, welcher mir als Leser sehr nah ging. Den ganzen Roman über hatte sich eine Vermutung verfestigt, welche sich letztlich anders bestätigte, als gedacht. Dies führt dazu, dass man beginnt mit der Protagonistin mitzuleiden und sich in sie hineinzuversetzen. Wie hätte man selbst reagiert?

 

Auch das Cover ist mit Bezug auf den Inhalt sehr passend gestaltet, auch wenn mir dies nicht sofort ins Auge stacht. Zu Beginn war ich von Rebecca ein bisschen genervt und fand es anstrengend, die ganze Geschichte aus ihrer Warte aus zu betrachten. Doch als Leser kommt man der jungen Frau immer näher und versteht die Hintergründe. Alles in allem ein gelungener Roman über das schwierige Thema Mobbing und Cybermobbing, wie es bei pubertierenden Jugendlichen immer wieder vorkommt und allzu oft von den Erwachsenen übersehen wird. Die Betroffenen leiden häufig noch Jahre später unter den Attacken der Gleichaltrigen. Ein Buch, was auf jeden Fall wachrütteln sollte.

 

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2015/10/das-schweigen-der-hyazinthen-kennen-sie.html

Quelle: http://immer-mit-buch.blogspot.de/2015/10/das-schweigen-der-hyazinthen-kennen-sie.html