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Schwiegermutter all’arrabbiata (Brigitte Jacobi)

 

Marion von Schröder Verlag

 

Die Autorin

 

Brigitte Jacobi wurde in Lübeck geboren und hat nach ihrem Abitur als Redakteurin für Zeitungen und Zeitschriften gearbeitet. Seit einiger Zeit widmet sie sich nun schon dem Schreiben von Romanen und lebt mit ihren Zwillingstöchtern in Italien. Sie hat bereits unter verschiedenen Pseudonymen erfolgreiche Romane veröffentlicht. Oft unternimmt sie ausgedehnte Reisen durch ihre Wahlheimat und besonders der Süden des Landes hat es ihr angetan.

 

Schwiegermutter all’arrabbiata

 

Henrike kann es nicht fassen, da fährt ihr Freund Dario wieder einmal ohne sie in seine Heimat Italien. Irgendwie will er Henrike einfach nicht mitnehmen und seiner Familie vorstellen. Und dann bekommt Henrike auch noch diese merkwürdige SMS von ihm: „Bin entführt worden. Bitte komm!“ Zunächst ist sie skeptisch, wieso sollte er ihr eine SMS schicken und nicht die Polizei rufen, wenn er doch entführt worden ist? Doch dann macht sie sich zusammen mit ihrem Vater auf den Weg zu Darios Familie. Dort angekommen gibt es zunächst ein großes Durcheinander, denn zwei Familien sind sich uneins und Dario bleibt verschwunden. Bis schließlich Mamma Lucia, die Mutter von Dario eingreift und Henrike zeigt, wie eine italienische Mamma den Laden schmeißt.

 

Fazit

 

Ein amüsanter Roman zwischen italienischem Temperament und deutscher Sturheit. Henrike ist eine etwas pummelige, aber sympathische Hauptprotagonistin, welche mit ihrem Freund Dario sehr glücklich ist, mit ihrem Vater seit jeher auf Kriegsfuß. Seit ihre Mutter gestorben ist, hatte Henrike das Gefühl, dass seine Gefühle zu ihr abgeschwächt wurden. Von Dario erfährt man im gesamten Roman wenig und wenn, dann nur durch Erzählungen von Henrike. Diese ist Konditorin und bemüht sich gerade, ihren Laden am Laufen zu halten.

 

Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist leicht und angenehm. Die Landschaft des Romans lädt zudem zum Träumen ein. Leider sind meines Erachtens die Charaktere ziemlich oberflächlich. Weder versucht Henrike die Beziehung zu ihrem Vater zu kitten, noch wundert sie sich sonderlich, dass sich Dario länger nicht bei ihr meldet. Als sie dann doch nach Italien fährt, machen sie und ihr Vater fröhlich an jeder Touristenattraktion stopp, obwohl nicht klar ist, was genau mit Dario passiert ist. Als die beiden in Kalabrien, der Heimat von Darios Familie ankommen, wird der Leser mit stereotypischen Klischees der Italiener überhäuft. Lucia ist eine typisch italienische Mamma, die mit ihrer Familie und einer anderen Familie im Klinsch ist. Es fehlt nicht viel und es kommt zur Familienfehde. Henrike und ihr Vater stehen mittendrin und wissen nicht, was sie tun sollen.

 

Alles in allem ein Roman, welcher mich ganz gut unterhalten hat. Allerdings musste ich mich an einigen Stellen richtig zwingen weiter zu lesen, weil mir Darios Familie und auch Henrikes Art des Öfteren auf die Nerven gingen. Positiv möchte ich aber auf jeden Fall noch das bunt gestaltete Cover erwähnen, welches mir sofort ins Auge fiel. Auch die italienischen Landschaftsbeschreibungen sind nicht zu verachten.

 

http://immer-mit-buch.blogspot.de/2015/09/schwiegermutter-allarrabbiata-leider.html

Quelle: http://immer-mit-buch.blogspot.de/2015/09/schwiegermutter-allarrabbiata-leider.html